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Das Gersdorfer Schachthaus oder die Mühen der Ebene
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(Autor Volkmar Lange) |
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Einen neuen Beschluss zur Rettung des Gersdorfer Schachthauses fasste
der Verein Segen Gottes Erbstolln e.V. aus Gersdorf am 3.11.2001
auf einer außerordentlichen Mitgliederversammlung. Gleichzeitig wurde
der Beschluss der Mitgliederversammlung vom 14.10.2000 wieder aufgehoben. |
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Warum wurde das notwendig? |
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Das Gersdorfer Schachthaus |
Freistaat, Regierungspräsidium und Landkreis hatten sich im
Jahr 2000 notgedrungen zusammengetan, um die Rettung des für
Sachsens Silberbergbau einzigartig erhaltenen Denkmals, den Alten
Kunst- und Treibeschacht in der Ortslage Gersdorf zu fördern.
Das war das Ergebnis längerer Auseinandersetzungen zwischen dem
Verein, der das Schachthaus abreißen wollte, einem bergbauinteressierten
Bürger, der es unbedingt erhalten sehen wollte und den Behörden,
die keinen Abriss genehmigten, aber auch keine Unterstützung
zur Erhaltung gaben. Jeder der Beteiligten hakte nach. Der Behörde
blieb eine Entscheidung nicht erspart. So wurde über das Landesamt
für Denkmalspflege eine Expertise eingeholt. Diese brachte für
alle Streitenden die Erkenntnis: Hier handelt es sich um das älteste,
noch erhaltene Schachthaus eines Pferdegöpels in Sachsen. Eine
Sanierung sei dringend geboten. |
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Das war der Ausgangspunkt für die Schaffung eines gemeinsamen Fördertopfes
von Land, Regierungspräsidium und Landkreis. Der Verein Segen Gottes
Erbstolln e.V. lud sich für diese Restaurierung mit einem Vereinsbeschluss
vom 14.Oktober 2000 die Verantwortung auf seine Schultern.
Lange blieb es danach still. Der Verein fragte ständig bei der ausreichenden
Behörde nach.
Endlich im September 2001 traf die Bewilligung ein. Statt zugesagter 205
000 DM im Rahmen einer 85%igen Förderung, wurden nur oder auch 128
850 DM bewilligt. Mithin würden die Belastungen für den Verein
ins Untragbare steigen. Dagegen wurde Widerspruch erhoben. Lokaltermine
folgten. Ergebnis nicht akzeptabel. Lediglich der Mitarbeiter beim
Amt für Denkmalspflege des Landkreises Mittweida versuchte zu retten
was noch zu retten ist. |
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Eine neue Variante der Unterstützung soll nun gesucht und gefunden
werden. Danach soll der Materialanteil aus der Fördersumme der
ersten Bewilligung herausgerechnet und für den Einsatz einer
durch die Fördergesellschaft Pro Chemnitz initiierten Ausbildungs
ABM für Jugendliche unter 25 Jahre zur Verfügung gestellt
werden. Das scheint auch die brauchbarste Variante für die Gersdorfer
Bergleute zu sein, erspart es ihnen doch möglichen finanziellen
Ruin, der eintreten könnte, wenn eine der für den Bau sonst
eingesetzten Firmen Pleite macht. Dann müsste der Verein für
alles gerade stehen. Das aber wollen sich die Gersdorfer nach 21 Jahren
aufopferungsvoller ehrenamtlicher Arbeit für die Werte ihrer
Heimat nicht antun.
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| Nachtrag vom 26.02.2002 zu diesem Thema |
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Auf den Widerspruch gegen den Zuweisungsbescheid über
viel zu geringe Fördermittel, hat der Verein noch immer keine Antwort
erhalten. Auch Durchführungsvariante mit einer Jugend-ABM ist inzwischen
gegenstandslos.
Gegenwärtig laufen seitens des Vereins Bemühungen nach einer anderen
Finanzierungsquelle für die Sanierung des Gerdorfer Schachthauses. |
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