Zeittafel zur Geschichte des Sächsischen Bergbaus 

bearbeitet und ergänzt nach Bachmann/Marx/Wächtler "Der silberne Boden" Stutgart/Leipzig 1990
 
985 - 1002 Erste Münzprägung in Meißen
 
1012 - 1018 Chronik des Merseburger Bischofs Thietmar
 
  1168 Der "erzgebirgische Bergbau" beginnt durch Erzfunde von Salzfuhrleuten in der Gemarkung
Christiansdorf (später Freiberg).
Beginn des Zuzugs niedersächsischer Bergleute aus Goslar.
 
1169 / 70 Entstehung bergbaulicher Siedlungskerne bei Christiansdorf unter dem Namen Sächsstadt.
 
1185 Erste urkundliche Erwähnung der Freiberger Silberfunde.
 
1186 Gründung der Stadt Freiberg
 

1200

um 1230 Erste Zinngewinnung bei Graupen (Krupka).
 
1233 Erste urkundliche Erwähnung des Freiberger Bergrechts.
 
um 1240 Beginn der Zinngewinnung bei Ehrenfriedersdorf und Geyer.
 
1241 Regelung der Rechtsansprüche bei Errichtung eines Bergwerks auf dem Gebiet
des Klosters Altzella durch den Vertrag von Krummenhennersdorf.
Erzgebirgisches Zinn bricht auf dem Metallmarkt von Köln das englische Zinnmonopol.
 
1244 Erste urkundliche Erwähnung der Freiberger Münzstätte.
 
1255 Errichtung des Bergschöppenstuhls beim Freiberger Rat.
 
1266 Silberbergbau bei Dippoldiswalde.
 
1269 Erwähnung des Freiberger Silbers bei Albertus Magnus »De mineralibus et rebus metallicis«.
 

1300

um 1300 Silberbergbau am Hohen Forst und Schneeberg.
 
ab 1307 Erste Niederschrift des Freiberger Bergrechts (A).
 
1319 Gründung der Stadtschulen in Plauen, Dresden und anderen Städten.
 
1324 Abbau von Zinn-Seifen beim heutigen Ort Seinen.
 
1338 / 39 Erste Prägung der breiten Groschen in Freiberg.
 
1346 - 1375 Zweite Niederschrift des Freiberger Bergrechts (B).
 
1384 Hauptstolln (Fürstenstolln) des Freiberger Reviers in markgräflichem Besitz.
 
1387 Erste Nennung einer Grube im Gebiet von Brand.
 
 

1400

1438 Anlegung einer ersten Flöße auf der Mulde von der böhmischen Grenze bis Freiberg.
 
um 1440 Beginn des Zinnbergbaus von Altenberg
 
1442 Bergbau auf silberhaltige Kupfererze am Ostabhang des Pöhlberges bei Annaberg.
 
1444 - 1467 Unruhen und Streiks der Freiberger Bergleute.
 
1453 Erstmals Gruben auf dem Schneeberg genannt.
 
1469 Bergknappenstreik auf dem Geisingberg im Osterzgebirge.
 
ab 1470 Neue Silberfunde im Obergebirge. Beginn der 2. Bergbauperiode.
 
1477 Größter Silberfund auf der Grube St. Georg in Schneeberg. l. Schneeberger Bergordnung.
 
1479 2. Schneeberger Bergordnung.
 
1481 Beginn des Buchdrucks in Leipzig.
 
1483 Schneeberg erhält eine eigene Münzstätte.
 
1491 Reiche Silbererzfunde am Schreckenberg.
 
1492 l. Große Schneeberger Bergordnung.
 
1496 Gründung der "Neustadt am Schreckenberg" später Annaberg.
 
1498 Aufstände der Bergleute in Schneeberg und Annaberg.
Errichtung der Annaberger Münzstätte.
 
 

1500

1500 Einführung der Talerwährung in Sachsen und Thüringen.
 
um 1500 Ulrich Rülein von Calw veröffentlicht »Ein nützlich Bergbüchlein« als erstes montanistisches
Buch in deutscher Sprache.
 
1504 Neue Erzfunde bei Schneeberg.
 
1505 Errichtung der Buchholzer Münzstätte.
 
1507 Einführung der Naßpochwerke durch Sigismund von Maltitz.
Buchholzer Bergordnung.
 
1509 Veröffentlichung der Annaberger Bergordnung von Herzog Georg.
 
1519 / 20 Beginn der Münzprägung in Joachimsthal (Jáchymov) nach sächsischem Vorbild.
 
1524 Beginn der Aufzeichnung über die Silberförderung im Freiberger Revier.
 
1525 Einführung von Schurfprämien für die Entdeckung von Silbergängen.
 
1526 Kauf der Chemnitzer Saigerhütte durch die Augsburger Welser.
 
1529 Erste Münztrennung zwischen Ernestinern und Albertinern. Erstmals gedruckte Ausbeutbogen.
 
um 1530 Der Höhepunkt des erzgebirgischen Erzbergbaus ist erreicht.
Einführung des Gegenschreiberamtes.
 
1533 Münzeinigung
 
1535 Einführung des Austeileramtes für die Ausbeutezahlung.
 
1536 Einführung des Hüttenraiteramtes.
Bestallung von Valten Alnpeck als obersten Hüttenaufsichtsbeamten.
Freiberger Bergleute werden nach Norwegen gerufen.
 
1537 Gründung der Saigerhütte Grünthal durch den Annaberger Unternehmer Hans Lienhardt.
 
um 1540 Erfindung des Kunstgezeugs in Ehrenfriedersdorf.
 
1542 Gründung des Oberbergamtes in Freiberg.
Entdeckung des Silbers von Potosi (Südamerika).
Importe mindern die Bedeutung des sächsischen Silbers in Europa.
 
1543 Gründung der Fürstenschulen in Meißen und Schulpforta.
 
1545 Hans Röling zum ersten Bergmeister und Simon Bogner zum ersten Bergvogt bestallt.
Erster Einbruch der Altenberger Pinge.
 
1547 Trennung von Bergbauverwaltung und Münzwesen zwischen Albertinern und Ernestinern.
 
1551 Erfindung des Feldgestänges durch Michael Mittelbach.
Schließung der Buchholzer Münze.
 
1554 Kurfürst Augusts Bergordnung. Ausprägung des Direktionsprinzips.
Errichtung einer Eisenschmelzhütte zur Erprobung neuer Schmelzverfahren
neben dem Dresdner Schloß.
 
1555 Gründung des Oberhüttenamtes in Freiberg.
Einführung des neuen Schmelzverfahrens »Schmelzen über dem Krummofen«.
 
1556 Verlegung der Landeshaupt-Münzstätte von Freiberg nach Dresden.
Erstes größeres Blaufarbenwerk in Oberschlema gegründet.
Beginn der zielgerichteten Verwertung des Kobalterzes.
Georgius Agricolas Hauptwerk »De re metallica« erscheint.
 
1557   Martin Planer Bergmeister in Freiberg.Unter seiner Leitung Bau von
Kunstgezeugen, Kunstgräben und Kunstteichen
 
1558 Schließung der Münzstätte Annaberg.
 
1567 Erwerb der 1537 gegründeten Saigerhütte Grünthal durch Kurfürst August.
Einführung der Grubenmauerung durch Martin Planer.
 
1569 / 70 »Haushaltung in forwerken« von Abraham von Thumshirn.
 
1570 Schließung der letzten obererzgebirgischen Münzstätte in Schneeberg.
 
1571 2. Bergordnung Kurfürst Augusts.
 
1572 Größter Ertrag der Freiberger Gruben im 16. Jahrhundert.
 
1575 3. Bergordnung Kurfürst Augusts.
 
1581 Errichtung eines Vitriol- und Schwefelwerkes bei Geyer
 
1586 Aufstand der Bergleute in Altenberg gegen Lohnzahlung mit Waren, Zinn oder Zubußzetteln.
Beginn der bis 1633 dauernden ersten kursächsischen Landesaufnahme durch Matthias
Oder und Balthasar Zimmermann.
 
1589 Bergordnung Kurfürst Christians I.
 
1595 Einführung von Betstuben in den Bergwerken durch Kurfürst Christian II.
 
 

1600

1603 Gründung der Messinghütte Rodewisch im Vogtland.
 
1612 Gründung der Schmelzhütte Halsbrücke.
 
1620 Größter Pingenbruch von Altenberg.
 
1619 - 1623 Kipper- und Wipperinflation.
Errichtung von 26 Kippermünzstätten.
 
1624 Im Freiberger Bergbau wird erstmals seit Einführung der Ausbeutbögen keine Ausbeute gezahlt.
 
1628 Eine von Kurfürst Johann Georg I. eingesetzte Bergkommission in Freiberg berät Maßnahmen zur
Beseitigung aufgetretener Mängel im Bergbau.
 
1641 Im Schneeberger Revier erstmals Schießpulver untertage angewandt.
 
1642 / 43 Erfolgreiche Verteidigung Freibergs gegen die Schweden.
Obermeister Martin Weigel führt das Bohren und Schießen im Freiberger Bergbau ein.
 
1649 - 1663 Balthasar Rössler Bergbeamter in Freiberg. Erfinder des Hängekompasses. Sein Buch
»Hell-polierter Berg-Bau-Spiegel« entsteht.
 
1659 Aufstand der Freiberger Bergleute. Bergdekret von Kurfürst Johann Georg II. gegen
Mißstände im Bergbau und zur Unterstützung bei Stollnvortrieben.
 
1662   Bei Johanngeorgenstadt bedeutende Silberfunde.
Gründung eines Bergamtes.
 
1663 Übergang der Schmelzhütte Halsbrücke in den Besitz des Landesherrn.
 
1667 Zinnaische Münzvereinbarung zwischen Kursachsen und Brandenburg, der 1668 noch
Braunschweig-Lüneburg beitritt.
 
1670 Gründung der Leipziger Börse
 
1684 Gründung der kurfürstlichen Stolln- und Röschenadministration, die 1686 - 1715 den
Bau des bergmännischen Aquäduktes »Altväterbrücke« durchführt.
 
1685 - 1693 Markscheider Johann Berger hinterläßt mit dem Werk »Freiberga subterranea« die ersten
genauen Gesamtgrundrisse der Freiberger Gruben.
 
1687 Ehrenfried Walther von Tschirnhaus fertigt seinen großen Brennspiegel an. Sein Werk
»Medicina mentis« erscheint in Amsterdam. Er wird erstes auswärtiges Mitglied der
Französischen Akademie der Wissenschaften.
 
1690 Einführung des Leipziger Münzfußes mit Brandenburg und Braunschweig-Lüneburg.
Große Silberausbeute auf der St. Anna- und - Altväter-Fundgrube.
 
1693 Oberberghauptmann Abraham von Schönberg gibt das betriebsorganisatorische Handbuch
»Ausführliche Berginformation« heraus.
 
1694 Andreas Gärtner Hofmechanikus und Modellmeister.
 
 

1700

1700 Erster Kaolinfund in der St. Andreasgrube bei Schneeberg.
Einrichtung einer kurfürstlichen Glashütte auf Veranlassung von Tschirnhaus in Dresden.
Röslers »Hell-polierter Berg-Bau-Spiegel« erscheint im Druck.
 
1701   Tschirnhaus fertigt in Dresden optische Linsen und Brennspiegel an.
 
1702 Gründung der Stipendienkasse beim Oberbergamt Freiberg zur Förderung der
montanwissenschaftlichen Ausbildung von Berg- und Hüttenbeamten.
 
1705 Freiberger Hüttenleute unter Leitung des Bergrats Pabst von Ohain wirken an den Versuchen
zur Porzellanherstellung mit.
 
1708 Die Große Bergwerkskommission beschließt die Durchführung regelmäßiger Generalbefahrungen
der Stolln und Gruben.
 
1709 Böttger meldet August dem Starken die gelungene Herstellung von rotem und weißem Porzellan.
 
1710 Gründung der Generalschmelzadministration. Gründung der ersten europäischen Porzellan-
manufaktur auf der Albrechtsburg Meißen.
 
1711 Zar Peter I. besucht die Hütte Halsbrücke und die Grube König August Erbstolln in
Niederschöna und arbeitet selbst vor Ort.
Beginn, der zweiten kursächsischen Landesaufnahme durch Adam Friedrich Zürner.
 
1713 Erster Verkauf von weißem Porzellan auf der Leipziger Ostermesse.
 
1719   26. September Bergaufzug zum Saturnusfest im Plauenschen Grund bei Dresden
 
1724 Beginn der Herausgabe des sächsischen Gesetzwerkes »Codex Augustcus«.
Johann Christoph Gottsched beginnt seine Vorlesungen in Leipzig.
 
1732 Das »Große vollständige Universallexikon aller Wissenschaften und Künste«, herausgegeben
durch Johann Heinrich Zedler in Leipzig, beginnt zu erscheinen.
 
1733 Bergrat Johann Friedrich Henckel erteilt im Auftrag des Oberbergamtes den
Stipendiaten chemisch-metallurgischen Unterricht.
 
1737 Unruhen unter den Freiberger Bergleuten wegen Erhöhung der Brotpreise.
 
1739 Beginn des zweijährigen Aufenthaltes von Lomonossow und Winogradow in Freiberg.
 
1749 Reicher Silbererzanbruch auf der Himmelsfürst Fundgrube bei Brand-Erbisdorf.
Kurfürst Friedrich August II. erläßt eine neue Stollnordnung.
Markscheider August Beyer veröffentlicht sein wichtiges montanwissenschaftliches
Werk »Gründlicher Unterricht von Bergbau nach Anleitung der Markscheidekunst«.
 
1756 - 1762 Im Freiberger Revier Zerstörung zahlreicher Berg- und Hüttenanlagen durch Kriegseinwirkung.
 
1763 Friedrich Wilhelm von Oppel Oberberghauptmann in Freiberg.
Friedrich Anton von Heynitz Generalbergkommissar.
Sachsen übernimmt den österreichischen Konventionsmünzfuß.
 
1765 Gründung der Bergakademie Freiberg auf Betreiben von Generalbergbaukommissar
Friedrich Anton von Heynitz und Friedrich Wilhelm von Oppel
 
1766 Vorlesungsbeginn an der Bergakademie Freiberg.
 
1768 Reskript über Markscheideinstrumente und Grubenrisse.
Johann Friedrich Mende baut die erste Wassersäulenmaschine im sächsischen Bergbau.
 
1770   Mende wirkt als Kunstmeister im Freiberger Bergrevier.
Errichtung verbesserter Göpel und Schleusen.
1774 Abraham Gottlob Werner, Begründer der Geologie als Erfahrungswissenschaft, nimmt
Tätigkeit an der Bergakademie Freiberg auf und verschafft ihr internationalen Ruhm.
Heynitz folgt einem Ruf nach Preußen
.
1775 Die bisher der obersten Bergbehörde unterstehende Dresdner Münzstätte wird
der obersten Finanzbehörde unterstellt.
 
1777 Gründung der Freiberger Bergschule.
 
1778   Gründung des ersten deutschen Lehrerseminars in Dresden-Friedrichstadt.
 
1780 Erfindung der Freiberger Langstoßherde und Einführung in die Erzaulbereitung.
 
1784 Im metallurgischen Laboratorium von Detlef Carl von Einsiedel in Lauchhammer
gelingt erstmals der Eisenkunstguß.
 
1785 Der Freiberger Professor Johann Friedrich Lempe gibt das »Magazin für
Bergbaukunde«, die erste montanwissenschaftliche Zeitschrift, heraus.
 
1788 / 89 Bau des Churprinzer Bergwerkskanals und des Rothenfurther Kahnhebehauses,
des ersten Schiffshebewerkes, durch Mende.
 
1790 Aufstand der Freiberger Bergleute gegen Hungersnot und Wucher mit Lebensmitteln.
Inbetriebnahme des Amalgamierwerkes in Halsbrück.
 
 

1800

1801 Friedrich Wilhelm Heinrich von Trebra Oberberghauptmann. Unter seiner Leitung Förderung
der Maschinentechnik im Bergbau, Verbesserung der Betriebswirtschaft und Betriebsplanung.
 
1805 Einführung der allgemeinen Schulpflicht in Sachsen.
 
1811 Christian Friedrich Brendel Kunstmeister.
 
1816 Errichtung der ersten Gasanstalt auf dem europäischen Festland durch Wilhelm
August Lampadius in der Halsbrücker Hütte.
Gründung der Forstakademie Tharandt.
 
1817 Christoph Friedrich Brendel wird Maschinenbaudirektor für den gesamten
  sächsischen Bergbau.
 
ab 1820 Einsatz der ersten Dampfmaschine im sächsischen Steinkohlenbergbau.
 
1823 Erzgebirgische Nickelerze werden durch die Erfindung des Argentan von August Geitner nutzbar.
 
1825 Gründung von Muldenhütten durch Zusammenschluß der oberen und unteren Hütte.
 
1826 Siegmund August Wolfgang Freiherr von Herder als Oberberghauptmann bestallt.
 
1827 Gründung der Technischen Bildungsanstalt in Dresden.
 
ab 1827 Abbau von Uranerz bei Johanngeorgenstadt zur Farbenherstellung.
 
1831 Inbetriebnahme der Antonshütte bei Schwarzenberg.
Ferdinand Reich und Christoph Friedrich Brendel führen im Freiberger Dreibrüderschacht
Fallversuche zum Nachweis der täglichen Erdumdrehung durch.
 
1833 Friedrich List veröffentlicht in Leipzig die Denkschrift »Über ein sächsisches
Eisenbahnsystem als Grundlage eines allgemeinen deutschen Eisenbahnsystems«.
 
1836 Baubeginn der ersten deutschen Fernbahnstrecke von Dresden nach Leipzig.
 
1837 Abtretung der Berggerichtsbarkeit über die Grundstücke stillgelegter Bergwerke an die Zivilgerichte.
Entdeckung und Erschließung der Steinkohlenlagerstätten im Gebiet von Zwickau, Lugau
und Oelsnitz/Erzgebirge.
 
1837 - 39 Bau des ersten deutschen Eisenbahntunnels bei Oberau durch Freiberger Bergleute
 
1838 Allgemeine deutsche Münzkonvention in Dresden.
Einführung einer Vereinsmünze zu zwei Talern.
Sachsen führt im Münzwesen die Dezimalrechnung ein.
Gründung der Leipziger Bank.
Oberberghauptmann von Herder veröffentlicht sein Projekt eines Tiefen Meißner Erbstollns.
 
1839 Johann Andreas Schubert baut in Dresden-Übigau die erste deutsche Lokomotive.
Durch reiche Erzanbrüche wird die Himmelfahrt Fundgrube zur ertragreichsten
Freiberger Grube im 19. Jahrhundert und erreichte 1843 einen Höhepunkt.
 
um 1840 Julius Weisbach entwickelt die »Neue Markscheidekunst«.
Der Theodolit löst den Hängekompaß in der Grubenvermessung ab.
 
1844 Beginn des Baus des Rothschönberger Stollns.
  Aufstellung der ersten Dampfmaschine im Freiberger Revier.
Einführung der Eisenschienenbahnen mit Hunteförderung im erzgebirgischen Bergbau.
 
1846 Gründung der Sächsischen Gesellschaft der Wissenschaften in Leipzig.
 
1846 / 47 Bau und Einsatz der ersten vom Freiberger Kunstmeister Friedrich Wilhelm
Schwamkrug erfundenen Turbine.
 
1847 Einführung moderner Wassersäulenmaschinen in den erzgebirgischen Bergrevieren.
 
1849 Beteiligung von Bergarbeitern aus allen Teilen Sachsens am Dresdner Mai-Aufstand.
 
1851 Bernhard Cotta begründet mit Vorlesung, Forschung und Lehrbuch die
Freiberger Schule der Erzlagerstättenkunde.
Gesetz über den Regalbergbau.
Beginn der Beseitigung des Direktionsprinzips.
1852 Einführung von eisernen Druckpumpen zur Wasserhebung in den Gruben.
 
1853 Einbau einer Fahrkunst im Abrahamschacht in Freiberg als erste maschinelle
Einrichtung zur Mannschaftsfahrung
 
1855 Größte Beschäftigtenzahl im Freiberger Berg- und Hüttenwesen.
 
1856 Abgabe der Berggerichtsbarkeit an die Zivilgerichte.
Aufhebung des Bergschöppenstuhls.
 
1857 Stillegung des Amalgamierwerkes Halsbrücke.
Beitritt zum Wiener Münzvertrag der deutschen Bundesstaaten.
 
1861 Eröffnung der Eisenbahn Dresden-Muldenhütten.
 
1863 Bau des letzten Wassergöpels im Freiberger Revier.
 
1866 Erstmals Lieferung von Wolframerzen aus dem Altenberger Revier.
 
1868 Muldenhütten beginnt mit der Verarbeitung ausländischer Erze.
Erlaß und Einführung des Berggesetzes in Sachsen.
Aufhebung des Direktionsprinzips im sächsischen Erzbergbau.
Grundsätzliche Änderung der Bergverwaltung.
Ausscheiden des letzten Oberberghauptmanns Friedrich Constantin Freiherr von Beust.
Ein Dekret Johann Georgs II. verpflichtet jede Grube, einen Grubenriß anzulegen.
 
 

1900

 
1945 Im Herbst beginnen sowjetische Besatzungstruppen mit der Suche nach Uranerz
 
1946 Gründung der SAG Wismut (SAG - Sowjetische Aktiengesellschaft)
   
1948 13.Oktober Hochleistungschicht von Adolf Hennecke im "Karl-Liebknecht"-Schacht Oelsnitz
   
1954 Umwandlung der SAG WISMUT in SDAG Wismut infolge des offiziellen
Verzichts auf Reparationsleistungen durch die Sowjetunion
 
1960
22.Februar - Bei einer Untertage-Explosion im Zwickauer Steinkohlenwerk "Karl-Marx I" kommen 123 Bergleute ums Leben
 
1977 31.Dezember - Einstellung des Steinkohlenbergbaus im Zwickauer Revier
 
1990 3. Oktober - Einstellung des Abbaus in der Zinnerz Ehrenfriedersdorf GmbH
 
1991 1. März - Auf Schacht 371 der WISMUT in Schlema wird der letzte Hunt gefördert.
28. März - Bei der Zinnerz Altenberg GmbH wird der letzte Hunt gefördert.